Daten und Ereignisse
zur Ortsgeschichte von Briedel

vom Jahre 1500 bis 1599
1511 30.11., die Inkorporation der Kirche nach Himmerod wird von Papst Julius II. bestätigt.
1518 ältester noch vorhandener Nachweis des Briedeler Gerichtssiegels (Vorlage für das heutige Gemeindewappen)
1522 Sickinger Fehde
auch Briedel mußte Soldaten zur Verteidigung von Trier abstellen. Die ganze Truppe hat sich dabei sehr bewährt.
1528

Das Briedeler Fudermaß wird von Erzbischof von Greiffenklau nach Antrag der Gemeinde Briedel auf fortan 21 Bürden (á ca. 47 Liter) Inhalt festgelegt. Damit wird es an die Größe der in den umliegenden Orten schon seit 1455 geltenden Werte angepasst.
Als Fruchtmaß (Getreide wurde nicht gewogen, sondern gemessen) bleiben die „Kölner“ Größen bei Malter, Summer, Scheffel, Sester und Quart jedoch noch bis zum Untergang des Kurfürstentums in Briedel gültig.

1539 Gi Es gab einen reichen Ertrag an Getreide und eine solche Fülle an Wein, daß die Fässer nicht ausreichten.
1540 Gi Dürre und Hitze, sodaß immerwährende Wasserläufe und Brunnen versiegten.
1554 In einer Urkunde wird erstmals die Weinbergslage "zu Doal zu dem Herze genannt" erwähnt.
"Briedeler Herzchen"
1557 In der Grafschaft Sponheim (Enkirch etc.) , der Nachbarregion des kurtrierischen Briedel, wird die Reformation eingeführt.
1558 - 1571 Johannes VIII. Minor aus Briedel ist Abt in Himmerod.
1562 Erstmalige Erwähnung der Rebsort Riesling
1565 Kurtrier gewinnt den lange währenden Streit gegen Sponheim wegen der Briedeler Hecke.
1570 Ein Unwetter mit Hagel vernichtet die gesamte Traubenernte.
1572 verheerendes Hochwasser
1575 Gi Hochwasser (noch 20 cm höher als das von 1993)
1575 Briedeler Wahrsager verursacht die Entlassung des Enkircher Pastors
1577 Die Kirche wird neu eingedeckt.
1587/1588 Reformation / Religionskriege
Das Regiment St. Bellemont mit 3.500 Mann zieht plündernd entlang der Mosel zum Rhein.
1594 Einführung der Kirchenbücher in Briedel, Taufen ab März, Heiraten ab Mai, Tod ab November
1595
Söldnerbanden unter Führung von Hauptmann Langhaar wollten von Kastellaun aus das als wohlhabend geltende kurtrierische Briedel am Kirchweihfest überfallen. Sie wurden von den Briedelern, unterstützt von ihren Nachbarn, auseinandergetrieben und "mit blutigen Köpfen" heimgeschickt.
1597 Knabe Die Pest grassiert in Briedel.
um 1600 Hexenprozesse
   

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