Gemischter Chor "Eintracht" Briedel

aus der Chronik zusammengestellt von Karl Rees

Am 16.12.1894 wurde der Männergesangverein -Eintracht Briedel  gegründet.

in § 1 der damaligen Satzung heißt es:

„Der Zweck des Vereins ist, durch Einübung guter Lieder den Volksgesang zu pflegen und zur Gemütlichkeit bei gesellschaftlichen Unterhaltungen beizutragen.“

Dieser Sinn und Zweck hat auch heute noch seine Gültigkeit.

Gründer des Vereins:

Martin Wilges                       Joh. Peter Goeres
Rudolf Schell             Rudolf Reis
Gottfried Schull                     Johann Bremm
Franz Mühl in Wesel(Niederrhein)

Jubelfeiern; wie auch das 100 Jährige Bestehen,sind Rastplätze, von denen aus ein Blick in die Vergangenheit getan werden soll.Die Jubelfeier ist der Ausichtspunkt, von dem aus Freunden, besonders aber den jüngsten Sängern, der bisherige Weg des Vereins gezeigt werden soll.

In weiter Ferne liegt das Jahr 1894, in dem der damalige Lehrer Wilhelm Wilbert und 20 sangeslustige Briedeler die „Eintracht „ gründeten. Beherzt ging man unter dem Vorsitzenden Karl Josef Bremm und dem Dirigenten W. Wilbert ans Werk. Die kleine Sängerschar erzielte recht schöne Resultate.

Bald mehrte sich die Zeit der Sänger un dunter dem neuen Dirigenten Franz Mühl (1886) stellte sich der äußere Erfolg anläßlich des Pündericher Sängerfestes (1897) ein. Es kam das Jahr 1901, die erste Etappe war vollendet, der Verein erhielt ein Wahrzeichen, seine Fahne.

Stolz führte sie die Sängerschar im Jahre 1903 zum Wettstreit nach Trabach, auf dem der verein den 5. Platz errang. Von jetzt an wurden fast jährlich Wettsttreite und Sängerfeste besucht, unter denen Enkirch 1905 (1. und 4. Preis) und Bernkastel 1908 (3. und 6. Preis) und Graach 1910 ( 3. und 4. Preis) besonders hervorzuheben sind.

Der Weltkrieg kam, der die Vereinstätigkeit jäh unterbrach, da viele von ihnen zur Fahne einberufen wurden.Darunter auch der Dirigent Theodor Fischer, der die heimatnicht mehr wieder sah. Mit frischer Kraft ging nach beendigtem Krieg der Verein unter seinem neuem Dirigenten Hauptlehrer Hürter an die Arbeit. Das Jahr 1920 brachte dem Verein einen schweren Verlust, der 1. Vorsitzende Herr Josef Schneiders starb.Er leitete seit dem 31. Dezember 1902 den Verein. Als Nachfolger wurden die Herren Rudolf Reis und Gottfried Schull eingesetzt.

Im August 1920 besuchte der Verein das erste sängerfest nach dem Kriege in Zell. Das „Rietz’che Morgenlied“ wurde in beachtenswerter Auslegung dargeboten.

Im Juni 1922 feierte der Verein sein Stiftungsfest als Nachfeier des 25-jährigen Jubiläums verbunden mit dem Sängerfest. Im gleichen Jahr wurde das Sängerfest in Bullay besucht. Die unvergeßliche Ahrtour im September1922 ist der Glanzpunkt im Vereinsleben. In folgenden Jahren entwickelte die „Eintracht“ eine emsige Tätigkeit.
Die Wettstreite Konz (5. Preis) und Enkirch ,sowie die Sängerfeste in Trabach, Reil und Oberstein wurden besucht.

Die Schwerpunkte seiner Tätigkeit verlegte der Verein in diesen Jahren auf die Konzerttätigkeit mit solistischer Mitwirkung. Als Herren die sich gerade in der Nachkriegszeit in außerordentlichem Maße Verdienste um den Verein erworben haben seien hier genannt.: Die Vorsitzenden Albert Diederich, Albert Gibbert, Johann Goeres und Albert Mees, die Dirigenten Johann Klein, Peter Hitzel, Max Pfeiffer und Peter Schneiders.

Vorübergehend übernahm Herr Leyendecker aus reil die miusikalische Leitung,
anschließend wurde Herr Erwin Baumgarten aus Briedel Dirigent des MGV.
Bei Neuaufnahmen in den Chor erfolgte zunächst ein Probejahr, danach wurde abgestimmt ob der neue Sänger in den Chor aufgenommen wurde.

Im Januar 1940 wurden sämtliche öffentlichen Räume vom Regiment „Groß Deutschland“ belegt. Nur noch lückenweise konnten die Gesangproben stattfinden. Viele Sänger wurden zur Wehrmacht einberufen und viele kehrten nicht mehr aus dem Krieg zurück.

1946 erhielt Dirigent Erwin Baumgarten durch das Landratsamt die vorläufige Genehmigung wieder regelmäßig Proben abzuhalten. Später wurde diese Genehmigung dem Chor auch schriftlich mitgeteilt.

Die Proben fanden im „Briedeler Haus“ statt Es wurde Sonntags mittags zwischen 12.00 und 13.30 Uhr geprobt.

1946 gab es 31 aktive Sänger.
Nach dem Tod des damaligen Dirigenten Baumgarten im Jahre 1949 übernahm vorrübergehend Peter Schneiders die Leitung des Chores, übergab sie aber noch im gleichen Jahr an den Dirigenten Peter Baumann.

Auf einer Versammlung im April 1951 beschloß der MGV „Vaters Weintag“ einzuführen welcher auaf das erste Wochenende im August festgelegt wurde. Dieser Tag wurde zum Grundstein des heutigen Weinfestes welches noch heute alljährlich in dieser Zeit gefeiert wird. Zunächst feierte man auf der Brück, später auf den Festplatz an der Mosel. Unter dem Motto „Vaters Weintag“ wurde auch ein Festzug ins Leben gerufen, der Sonntags nachmittags stattfand und viele Besucher aus nah und fern nach Briedel zog.

Nachdem der damalige Dirigent Peter Baumann als Lehrer nach St. Aldegund versetzt wurde übernahm Willi Schmitt aus Traben Trarbach die Leitung des Chores.

Am 15.04.1956 fand für die gefallenen Mitgliedern des MGV Eintracht Briedel eine Feierstunde statt. Anläßlich dieser Feierstunde wurde eine Ehrentafel mit den Namen der Gefallenen aus beiden Weltkriegen enthüllt. Ehrenmitglied Albert Mees hatte diese Tafel entworfen und Kunstmaler Willi Mees hatte sie mit gestaltet. Diese Tafel hat der Chor als ehrendes Andenken an die gefallenen Sänger bewahrt,  sie hängt in unserem Pfarrheim.Im laufe der Zeit nahm die Zahl der aktiven Sänger immer mehr ab Man führte dies auf die Proben am Sonntag zurück und beschloßdiese auf einen anderen Tag zu verlegen..Der damalige Dirigent Schmitt konnte die Chorproben an den Wochentagen nicht mehr übernehmen und übergab nach 13 jähriger Tätigkeit die Leitung an Winfried Eberhard aus Zell.

Am 10.01.1971 fand die Gründungsversammlung des gemischten Chores "Eintracht Briedel“ statt. vorausgegangen war die fast einstimmige Wunsch der Sänger einen gemischten Chor zu gründen. Unter der Leitung des neuen Dirigenten Robert Meurer aus Zell bestand der gemischte Chor 1971 aus 54 aktiven Sängerinnen und Sänger.

Am 8. und 9 Juni 1974 wurde unter dem Motto „80 Jahre Chorgesang“ ein großes Fest veranstaltet an dem auch viele Vereine aus den Nachbargemeinden teilnahmen.

Nach 6 jähriger Tätigkeit als Vorsitzenden des gemischten Chores übergab Josef Petry 1978 dieses Amt an unseren jetzigen Vorsitzenden Karl Rees.

Im Juni 1980 fand nach längerer Vorbereitungszeit die Einweihung des neuen Vereins- und Walderholungsplatz „Kaiserlay“ mit einem Festhochamt statt.

Im März 1982 erkrankte Dirigent Robert Meurer und nur dadurch, daß Evi Kroth - Simon sofort als Ersatzdirigentin einsprang, konnten die Proben lückenlos fortgesetzt werden. Da Dirigent Robert Meurer aus gesundheitlichen Gründen die Leitung nicht fortsetzen konnte, übernahm unser jetziger Dirigent Georg Engel die Leitung.

Bei der Jahreshauptversammlung wurde festgelegt die Chorproben , die derzeit im Ankersaal stattfand, ins Pfarrheim zu verlegen.
Am Samstag ,14.02.1987 war der Chor zu einem höchstseltenen Fest eingeladen, der Diamantenen Hochzeit des Ehrenpräsidenten Willi Gibbert und seiner Frau.

Im Jahre 1989 am 15. April fand anläßlich des 95 jährigen Bestehensdes Chores ei Liederabend im Pfarrheim statt. Als Gastchor war der MGV „Eifelgruß“ aus Büchel eingeladen, dessen Dirigent aus Briedel stammt
Der Chor wirkt bei vielen Einheimischen Festen mit, wie zum Beispiel dem Wein und Strassenfest. Er veranstaltet selbst in jedem Jahr ein Waldfest auf dem Walderholungsplatz „Kaiserlay“ sowie eine Weihnachtsfeier und eine Winterwanderung.
Da es im Ort keinen Kirchenchor gibt, singt der Chor verschiedenen Festgottesdiensten inbesondere jedoch beider jährlichenn Vereinsmesse am Kirmessonntag für die Lebenden und Verstorbenen des Vereins.

Der Chor kann heute auf sein 100 jähriges Bestehen zurückblicken.
Leider ist die Anzahl der Sängerinnen und Sänger auf 40 zurückgegangen. es fehlt der Nachwuchs.Wir wollenhoffen das dieser Trend nicht anhält sondern das sich wieder junge Menschen in den Dienst des Gesangs stellen

 

 

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