Daten und Ereignisse zur Ortsgeschichte von Briedel


vom Jahre 1945 bis 1999

1946

Alles arbeitet an der Reparatur der Kriegsschäden, auch an der Kirche.
Bau der Marienkapelle als Kriegergedächtniskapelle an der Kirche.

Trotz der schlechten Ernährungslage etc. finden Vergnügungsveranstaltungen viele Besucher.

Kaum sind viele der Evakuierten in ihre Heimat zurück, kommen die ersten Vertriebenen aus dem Osten zu uns.

Die ersten Sommerfrischler nach dem Krieg kommen zur Erholung.

1947 PCB

 

GCB

Schule und Kindergarten bleiben wegen Mangel an Heizmaterial geschlossen.
An Fastnacht ein tolles Treiben.

Einrichtung eines französischen Kinderheims durch die Besatzungstruppen.

An einer Para-Typhus-B-Epedemie erkranken 500 Personen, glücklicherweise keine Todesfälle.

Weil die Gemeinde ihre Ablieferungsverpflichtungen von Kartoffeln nicht erfüllt, werden alle Veranstaltungen, auch das Weihnachtskonzert, verboten.

Bei den Wahlen zur Verfassung und über die Bekenntnisschule stimmen die Briedeler fast zur Hälfte ungültig.

Einbau einer neuen Turmuhr im Kirchturm. (500 Flaschen Wein als Beigabe an die Monteure)

1948

 

GCB

19. Juni: die Erfolgsstory der DM beginnt.
Die Briedeler stehen Schlange, um ihr "Kopfgeld" in Empfang zu nehmen.

6. November: Die neue Fähre kommt. Die schon 1939 geleistete Anzahlung in RM wird 1:1 auf die DM-Rechnung angerechnet. Umlage des Kaufpreises auf die Bürger nach Kopf ( 5DM/Kopf) und Fläche (15 DM /1000 Stock Weinberg).

Für die Erneuerung der Bedürfnisanstalt an der Schule wurden 558 Flaschen Wein gesammelt, um die Baumaterialen kompensieren (tauschen) zu können.

Die Pieta im Sündhäuschen wird durch eine Kopie ersetzt. Das Original (aus 1350) kommt in die neu erbaute Gefallenen-Gedenkkapelle in der Kirche.

1949

Wesentliche Erneuerungen an der Wasserleitung.

Renovierung und Behebung von Kriegsschäden an der Kirche.
Wiederaufstellen des barocken Hochaltars.
Aufstellung der alten Pieta in der Kirchenkapelle und einer neuen im Sündhäuschen.

1950

Herrichten des Brunnenplatzes, nachdem die "Alte Post" wegen Kriegsschäden abgerissen wurde. Wiederaufbau des Freiheitsbrunnens "Straoasser Boar".

Briedel um 1950

Die Siedlung Briedeler Heck erhält eine eigene Schule (bis 1956)

1951

Briedel feiert erstmals "Vaters Weintage", jetzt Weinfest Briedeler Herzchen.

Erneuerung des uralten Gemeinderatsbeschlusses: "Das Gemeindebürgerrecht als Voraussetzung für die Nutzung von Gemeindeeinrichtungen kann für 100 DM von Zugezogenen erworben werden. Ehepaare müssen 300 DM zahlen".

Gründung der Karnevalsgesellschaft Briedel.

Neue Hausnummerierung, um die durch die rege Neubautätigkeit entstandenen vielen a,b.c abzuschaffen (Nr. 1 - 405) .

Ankauf und Umbau des Ankersaals zum Gemeindesaal.

1952

Am 4.9. wird erstmals das Weinsiegel des Briedeler Herzchen verliehen.

Großbrand in der Hintergasse (Hirschstraße, jetzt Springiersbacherstraße) .

Neuverlosung von Flurparzellen auf der Briedeler Heck.

Maul- und Klauenseuche beim Rindvieh.

1953 PCB

 

GCB

3 neue Glocken werden angeschafft.

Die Siedlungsstellen auf dem Maiermund und Hohestein werden bezogen.

Eine neue Fahrzeugwaage am Bahnhof wird von der Gemeinde aufgestellt.

Das neue Gemeindehaus (Gemeindesaal Moselstraße) wird fertiggestellt.

1954

Der 100ste Traktor kommt nach Briedel. Dadurch starker Rückgang des Rindviehbestandes, da die Kühe als Zugtiere nicht mehr benötigt werden.

Gründung der Landwirtschaftlichen Betriebsgenossenschaft Briedel eG, um die Äcker auf der Briedeler Heck gemeinschaftlich zu bebauen.

1958 Im Beisein des Ministers Lübke, später Bundespräsident, wird das renovierte Fährhäuschen mit der Statue des Hl. Nikolaus eingeweiht.
1959

Die Stromversorgung des ganzen Ortes wird erneuert und die Straßenlampen mit Glühbirnen werden durch Leuchtstoffröhren ersetzt.

21. April: Spätfrost, Die Weinbergs-Öl-Heizung Brerdel/Kitscheid wird erstmals erfolgreich in Gang gesetzt.

Hühnerpest in Briedel. Zwangstötung aller Tiere durch die Veterinärpolizei.

Ein Jahrhundertwein konnte geerntet werden.

1960

Renovierung der Stummorgel (von 1780).

Mai: großes Fischsterben in der Mosel.

1961

Neubau des Pfarrhauses neben der Kirche und Verkauf des alten "Himmeroderhofes"

neue Straßennamen und Hausnummern (jetzt jede Straße separat numeriert)

30. September: Die Moselbahn stellt den Personenverkehr ein.

1962

Einweihung des neuen Sportplatzes an der Gartenstraße.

Einweihung des neuen Kindergartens und des neuen Pfarrhauses.

Der letzte Gemeindestier wird verkauft.

Rund 60.000 Gäste-Übernachtungen "...aber meist am Wochenende zum Saufen und Austoben, weniger Erholungssuchende.."

1963

Die Schienen der Moselbahn werden abgebaut.

Das Strandbad wird geschlossen und verkauft, da eine weitere Nutzung durch die Moselkanalisierung nicht mehr möglich ist.

Die Moselfähre erhält einen Motor.

Die Kirchturmuhr wird erneuert.

Einführung der zentralen Müllabfuhr.

1964

Die Mosel ist jetzt Großschiffahrtsstraße, nachdem die Kanalisierung fertiggestellt ist.

Das Weinfest findet erstmals im Gestade auf dem neuen Festplatz statt.

1965 Die Feuerwehr erält ein Löschfahrzeug TS/8.
1966 Gründung des Fanfarenzuges Briedel, jetzt Musikkapelle Moseltal.
1967

Die neue Moselfähre nimmt ihren Betrieb auf.

Das Baugebiet Sauerlei wird erschlossen.

1968

Bundespräsident Heinrich Lübke besucht Briedel und seine Verwandten.

Das Volksbildungswerk Briedel nimmt seinen kulturellen Betrieb auf.

Bau der Schutzhütte "Schöne Aussicht" durch die Karnevalsgesellschaft.

1969 Briedel wird aufgrund der Veraltungsreform in den neuen Kreis Cochem-Zell eingegliedert.
1970

Erster Altentag (jetzt Seniorentag).
Bau der Leichenhalle.
Der Friedensbrunnen wird durch den von Künstler Fritz Baumer aus Sosberg gestalteten Brunnen mit Mosaikbildern ersetzt.

1972

Die Ortsumgehung der B 53 auf der Trasse der ehemaligen Moselbahn wird für den Verkehr freigegeben.

Vereinigung der Grundschulen Briedel und Pünderich und Errichtung der Hauptschule Zell.

1972 - 1980

Flurbereinigung der Weinberge auf der Ortsseite und der Ortslage.
Damit erstmalige Wegeerschließung "hinter der Kirch" und des Friedhofes.

1972 Die Briedeler Winzer schließen sich zur Aufbaugemeinschaft Briedel zusammen, um den planmäßigen Wiederaufbau der flurbereinigten Weinbergsflächen durchzuführen.
1973 Neuer Wassser-Hochbehälter in der Bergstraße.
1974 PCB Der Wetterhahn auf der Kirchturmspitze ist in Schieflage. Wegen des moschen Gebälkes ist ein manueller Abbau nicht möglich. Da auch eine Hubschrauberbergung nicht geht, wird er kurzerhand mit dem Gewehr abgeschossen.
1975

Ausweisung des Baugebietes "Im Weingarten" (Reiler Kreuz).

Neueindeckung des Kirchturms.

1980

Gründung der Winzertanzgruppe Briedeler Herzchen.

Sanierung und Eindeckung des Eulenturms.

Bau der Schutzhütte Kayserlay durch den Gemischten Chor.

1982

Bau der Umkleide und Aufenthaltsräume am Sportplatz.

Die Fußwallfahrt nach Klausen wird wiederbelebt.

1983

29. Mai: Hochwasser, Pegel Trier bei 10.51 m.

Bau der Gemeinde-Gerätehalle im Garten.

1984-1989

Erneuerung der Ortskanalisation und Anschluß an die Kläranlage.

Dorferneuerung.

Neuausbau der Ortsstraßen.

1984

Neubau des Pfarrheims an der Moselstraße.

Der Brunnen in der Dorfmitte wird durch den Mayener Bildhauer Paul Milles aus Basalt neu gestaltet. (der alte Masaikbrunnen konnte die Bürger nicht überzeugen,
Spitzname: Raketenabschußrampe).

1985

1. Briedeler Weinstraßenfest.

Der neue Jugendclub bezieht seine Räume im Ankersaal.

1986

Das Fährhäuschen wird von der KG und dem FZ saniert.

Der Verkehrsverein richtet eine Zimmervermittlungsstelle ein.

Bau der Wassertretanlage und der Boots-Slip-Anlage am alten Strandbad.

50 Jahre Briedeler Heck, großes Jubiläumsfest.

Verlegung der Grundschule Briedel nach Pünderich. Das denkmalgeschützte Gebäude bleibt leer stehen.

1987

Die langjährige Leiterin des Kindergartens, Tante Luise (Gottung) wird erste Ehrenbürgerin von Briedel.

Das Edikt des Kurfürsten Wenzeslaus von 1787 wird aufgehoben, dadurch ist die Anpfanzung von Rotweinreben in Briedel an der Mosel wieder möglich.

1988 Im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" erringt Briedel auf Landesebene in der Sonderklasse inen ersten Platz (bronze Plakette).
1989

Der Radweg Briedel-Zell wird gebaut. (Richtung Pünderich wird 1991 verbreitert).

Bau des Kurfürst Balduin Platzes.

Kerstin Schorn wird Gebietsweinprinzessin von Mosel-Saar-Ruwer.

1990

Der Sturm Wiebke wütet im Briedeler Wald. 12.500 Festmeter Holz fallen. Jahrelange Zwischenlagerung im Naßlager, weil kein Verkauf möglich ist.

Die St.Martin-Kirche wird von der Europäischen Gemeinschaft in die Liste der schutzwürdigen Kulturgüter aufgenommen.

1991-2003 Flurbereinigung der Weinberge auf der linken Moselseite.
1991

Mit Bettina Fischer wird ein Briedeler Mädchen Gebietsweinkönigin von Mosel-Saar-Ruwer, 1992 dann wird sie sogar Deutsche Weinprinzessin.

Der erste Traubenvollernter in Briedel im Einsatz.

1. Platz im Bezirksentscheid "Unser Dorf soll schöner werden" und Sieger mit bronze Plakette im Landesentscheid.

Am alten Strandbad werden jede Woche Grillabende für die Gäste veranstaltet.

Neubau des Feuerwehrgerätehauses.

Die Amerikaner verlassen den Flugplatz Hahn, manche Winzer bedauern den Verlust guter Weinkunden.

1993

Ein Moselhochwasser verursacht enorme Schäden. Pegel Trier bei 11.28 m.
höchster Wasserabfluß der Mosel am 22.12.1993 mit 4.170 m3/s,
niedrigster Abfluß am 28.6.1976 mit 10 m3/s,
mittlerer Abfluß beträgt 312 m3/s,
Einstellung der Schifffahrt erfolgt bei 1.550 m3/s,
mittlerer Hochwasserabfluß beträgt 2.080 m3/s

1998 1250 Jahre Briedel, es wird groß gefeiert.
1999 Bau der Hochwasserschutzmauer an der Moselstraße.
   
   

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